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Eisernes, diamantenes und goldenes Professjubiläum 2016

Bildquelle: Pall_LM

Am 15. August 2016, dem Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel, feierten sieben Schwestern ihr Professjubiläum in Limburg: Sr. Brunhilde Vogt und Magdalene Klein – 50 Jahre Profess, Sr. Concordia George und Sr. Gertrud Czinczoll – 60 Jahre, sowie Sr. Bonifazis Kress und Sr. Irmgard Beck – 65 Jahre. Sr. Sophie Schuler, mit ebenfalls 65 Jahren Profess, konnte aus gesundheitlichen Gründen leider nicht an der Feier teilnehmen.

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Bereits am Vorabend, mit der Vesper am Sonntag, begannen die Schwestern im kleinen Kreis zu feiern.

Provinzoberin Sr. Helga Weidemann sagte in ihrer Ansprache während der Vesper: „Wir stehen in einer wahrhaft spannenden Zeit, in diesem Jahr 2016 solch ein Fest zu feiern. Wer hätte denn vor zwei oder drei Jahren, geschweige denn vor 50, 60 oder 65 Jahren gedacht, was uns heute beschäftigt – was uns heute möglich ist und was nicht mehr.“

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Sr. Helga griff dann das Wort Jesu auf, das während der Messe am Vormittag im Evangelium des Sonntags gelesen worden war: „Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, ich sage euch: nicht Frieden, sondern Spaltung.“

Mit Bezug darauf fuhr Sr. Helga fort: „Wer die Spaltung auflösen will, muss sich entscheiden – nicht nur einmal, vor 50 oder 60 Jahren, sondern immer wieder, manchmal täglich. Jesus grätscht geradezu hinein in jede Form von Harmoniebedürfnis. Er weicht nicht aus. Er selbst geht durch das Feuer, das sich an seiner Person und Botschaft entzündet. Konflikt und Einmütigkeit, Widerstand und Ergebung sind die scharfen Spitzen, die sich unvermeidlich schmerzhaft hineinbohren in die zutiefst gelebte menschliche Existenz. Lachen und Weinen, Liebe und Hass bleiben Rivalen, auch in der Kirche und in religiösen Gemeinschaften, und auch in der eigenen inneren Existenz.

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Wer Zerrissenheit, ja, Spaltung erlebt, kommt nur weiter in seinem Leben, wenn er erkennt und annimmt, was er in seinem Leben nicht oder nicht mehr kann. Dieses Annehmen der Grenzen ist das Geheimnis der Kraft.

Deshalb ermutigen uns die Worte eines Mönches: Heb deinen Blick vom Tellerrand deines Alltages und schau nach oben. Lass dich aufrichten, schau zum Himmel! Gott hat ihn aufgespannt für dich. Lass dich von dort her ansehen. Er schafft dir Raum zum Leben, egal, was dich plagt. Betrachte es als Geschenk. Gehe gelassen deinen Weg. Bleib offen für die Spuren, die ins Weite führen. Dir steht eine Zukunft offen, die weit über diese Welt hinausreicht.

Anschließend gratulierten die Mitschwestern den Jubilarinnen, bevor alle miteinander in froher Runde zum Abendessen beisammen waren.

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Zum Festtagsgottesdienst am 15. August kamen Angehörige und Freunde der goldenen Jubilarinnen, sowie die Mitschwestern aus den anderen Häusern.

Unter den Mitfeiernden von Sr. Brunhilde war ein Kirchenmusiker, der den Gesang schwungvoll begleitete, so dass alle schnell in die Stimmung des Festtages einschwingen konnten.

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Zu Beginn der Messe stellte Sr. Helga die Jubilarinnen vor mit wichtigen Stationen ihres Lebens und mit Gebets-, bzw. Bibelworten, die jede einzelne der Jubilarinnen ihr Leben lang begleitet und getragen haben.

Zum Beispiel Sr. Brunhilde, die seit 25 Jahren im Gästehaus der Gemeinschaft in Rom arbeitet und dort für deutschsprachige Pilger eine kostbare Ansprechpartnerin ist; sie begleitet das Gebet: „Herr, nimm mich, wie ich bin, und mach mich so, wie du mich haben willst.“

Oder Sr. Magdalene, die seit fast 40 Jahren in den verschiedensten Leitungsaufgaben auf Provinz-, General- und Hausebene tätig ist; sie vertraut im Gedanken an Jesu Wort „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ darauf, dass ER sie auch weiterhin tragen und führen wird.

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Der Hauptzelebrant, Pallottinerpater Norbert Hannappel, entfaltete in seiner Predigt Gedanken zum Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel.

 

Die Feier wurde bei einem leckeren Mittagessen fortgesetzt und später an der Kaffeetafel mit einer großer Auswahl an Kuchen, die von zwei Mitschwestern gebacken worden waren.

 

Bald danach verabschiedeten sich die meisten Gäste, und die Hausgemeinschaft beschloss mit Vesper und Abendessen einen gelungenen Festtag.