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Diamantenes und eisernes Professjubiläum in Limburg

Bildquelle (2 Bilder): Pall_LM

Am 15. August 2018 konnten wir im Kloster Marienborn das Jubiläum von drei Schwestern feiern: Sr. Eva Hunold legte vor 65 Jahren ihre erste Profess ab, Sr. Georgis Lachnit und Sr. Theresa Merkel von 60 Jahren.

Viele Schwestern aus der Refrather Kommunität und alle Schwestern aus München kamen, um mit den Schwestern in Limburg zu feiern.

 

Sonntags waren bereits Generaloberin Sr. Izabela Swierad und Generalrätin Sr. Anna Maldrzykowska SAC aus Rom angereist, um einige Tage mit uns zu verbringen.

 

Den Festgottesdienst am Nachmittag feierte Pfr. Heinz-Walter Barthenheier aus Montabaur mit uns, der uns alle in seiner Predigt dazu ermutigte, im Vertrauen auf Gott, der jede und jeden einzelnen von uns sieht, das Leben zu wagen: "Dankbar rückwärts, mutig vorwärts, gläubig aufwärts". Diese Worte, die ihm einmal eine unserer Mitschwestern zum Jubiläum geschrieben hatte, gab er uns allen mit auf den Weg.

 

 

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Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle zum gemeinsamen Kaffeetrinken eingeladen und ließen sich vor allem den selbst gebackenen Pflaumenkuchen gut schmecken.

 

Zu Beginn der Feier stellte Provinzoberin Sr. Helga Weidemann die Jubilarinnen der Festgemeinde vor:

 

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Sr. Eva Hunold aus Olpe in der Diözese Paderborn, legte 1953 ihre erste Profess ab. Nach ihrem Studium in London war Sr. Eva dort als Lehrerin tätig; doch musste sie krankheitsbedingt ihren Aufenthalt in England beenden. Nach einer Genesungsphase folgte in Innsbruck ein weiteres Studium in Erziehungswissenschaft und Pastoralpsychologie, welches sie mit der Promotion abschloss. Viele Jahre in der Erwachsenenbildung folgte. Daneben war Sr. Eva in der Gemeinschaft als Junioratsleiterin, Provinzvikarin, Generalarchivarin und auch als Ikonenmalerin tätig. Mit allen Grenzen des Krank- und Altseins ringend, lässt sich Sr. Eva weiter von dem Schriftwort leiten: "Ich will, dass sie das Leben haben und es in Fülle haben" (vgl. Joh 10, 10).

 

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Sr. Georgis Lachnit aus Heinzendorf in der Diözese Olmütz, das vierte von fünf Kindern, wurde mit ihrer Familie 1946 aus dem Sudetenland vertrieben. 1955 trat sie in die Gemeinschaft der Pallottinerinnen ein und legte am 15. August 1958 ihre erste Profess ab. Fast 40 Jahre war sie in der Krankenpflege tätig: in der Ambulanz in Eddersheim, im Vinzenz Pallotti Hospital in Bensberg, in der Zentralstation in Limburg, in der Diakoniestation in Kriftel. Seit 2001 ist Sr. Georgis nun in Marienborn, wo sie täglich in der Stadt Besorgungen für die Schwestern erledigt, die nicht mehr so mobil sind. Eigene körperliche Grenzen spürend, lässt sie sich von dem Schriftwort beschützen und begleiten: "Im Übrigen soll jeder so leben, wie der Herr es ihm zugemessen, wie Gottes Ruf ihn getroffen hat." (1 Kor 7, 17).

 

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Sr. Theresa Merkel aus Hocheim im Bistum Limburg erlernte schon vor ihrem Eintritt im Jahr 1955 den Beruf der Verwaltungsangestellten. Eine Werbeschrift der Pallottinerinnen für die Afrika-Mission – mit dem Titel "Willst nicht auch Du helfen?" – motivierte sie, sich auf diesen Weg der Nachfolge zu machen. Ihre Mission war dann jedoch nicht Afrika, sondern Verwaltungsarbeit in verschiedenen Häusern der Gemeinschaft: in der Allgemeinen Verwaltung des Krankenhauses in Erlenbach, im Personalbüro in Bensberg, als Provinzökonomin in Limburg und in der Kommunitätsverwaltung der Limburger Hausgemeinschaft. Schließlich ist sie nun mit der schwierigen Aufgabe der Auflösung der Bibliothek betraut. Folgende Antiphon begleitet Sr. Theresa seit ihrer Jugend: "Ich mache dich zum Licht für alle Völker, trage mein Heil bis an die Enden der Erde."

 

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