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Brasilien

Nach den frühen Neugründungen – neben Belize und Südafrika auch England, USA, Schweiz und Polen – wagten die Pallottinerinnen von Limburg aus noch einmal einen Neuanfang, dieses Mal in Brasilien .

Drei Schwestern eröffneten im Bundesstaat Maranhao im Nordosten Brasiliens eine Station. Schon sechs Jahre später legten die ersten einheimischen Schwestern ihre erste Profess ab.

 

Durch das Mitleben mit den Armen im "Armenhaus" Brasiliens, dem Nordosten, entstehen immer wieder neue Ideen für die Hilfe zur Selbsthilfe. So gibt es heute vielfältige Projekte und Tätigkeitsbereiche, in denen sich die Schwestern einsetzen: Gemeindepastoral und Pastoral da Crianca (Kinder-Gesundheitspastoral), Projekte zur Beschäftigung von arbeitslosen Jugendlichen (z.B. Anfertigung von Gegenständen aus einheimischen Materialien wie Tucum-Ringe und Babacu -Scheiben), Wasserfilter- und Brunnenbau-Kampagnen, eine Kindertagesstätte für extrem unterernährte Kinder, Aus- und Fortbildungsprogramme von Laien in der Gemeindepastoral.

 

Herstellung von Wurmpillen in einer Basisgruppe, Bildquelle: Pall_BR

In einem alternativen Gesundheitsposten wird die Anleitung zum Anbau und zur Herstellung natürlicher Medikamente vermittelt, sowie die Behandlung damit gelehrt. In allem geht es auch immer wieder um Bewusstseinsbildung: indem Mittel verwendet werden, die es vor Ort gibt, lernen die Menschen, dass es auch für sie möglich ist, ihre Situation zu verändern.

 

1999 wurde das Noviziat nach Teresina verlegt. Die größere Stadt bietet den jungen Schwestern mehr Ausbildungsmöglichkeiten. Auch hier leben die Pallottinerinnen mit den Armen in einem schnell wachsenden Vorstadtviertel, wo sich die Novizinnen zugleich in die verschiedenen pastoralen Aufgaben einüben können.

 

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