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1. Juni 2020

Mai 2020

kurz notiert

Unsere Schwestern in Brasilien berichten am 11. Mai: Die Pandemie hat in Codó und in Timbiras mit voller Wucht begonnen. Außer Supermarkt, Apotheken und Banken ist alles geschlossen, ein totaler Lockdown und Isolation. Angst und Unsicherheit herrschen. Doch viele Leute glauben noch nicht, dass das Risiko so groß ist und sind weiter auf der Straße. Riesige Menschenmengen drängen sich vor den Banken, um die finanzielle Hilfe von der Regierung abzuholen. Dabei haben sich inzwischen schon viele Senioren angesteckt. Aber die Ärzte sagen, wir sollen zu Hause bleiben, es hat keinen Sinn, ins Krankenhaus zu kommen. Denn es gibt keine Intensivstation. Auch ein Teil unserer Nachbarn in Codó ist infiziert. Inzwischen gibt es vier Todesfälle in unserer Stadt und drei davon sind Menschen aus unserer Nähe, die wir gut kannten. Das ist ein großer Schmerz. In Sao Raimundo können nur fünf Personen auf einmal zur Messe kommen, in Santa Terezinha feiern die Patres nur mit uns Schwestern die Messe.

Auf der anderen Seite sind wir beeindruckt zu sehen, wieviel Solidarität es gibt unter den Leuten, von den Pfarreien und verschiedenen Kirchen, von Unternehmen, die in großen Mengen Lebensmittelpakete verteilen.

Unsere Aktivitäten sind zu 99 Prozent stillgelegt, unsere Sozialprojekte ruhen jetzt alle. Wir können uns jetzt nicht mehr wie sonst jeden Montag treffen und unsere monatlichen Besinnungstage organisieren wir getrennt voneinander in Codó und in Timbiras. Es ist ein Leben, das wir nicht kannten. Dabei geht es uns gut miteinander: wir beten, machen die Hausarbeiten und Stickarbeiten, nutzen die Zeit so gut es geht. Wir versuchen, alles in die Hand Gottes zu geben. Bisher gibt es keine Hoffnung, dass es vor Juli, August wieder besser werden wird. So tun wir, was wir jetzt tun können.

Es ist schwierig. Vielleicht brauchen wir dies ... - Bleiben wir vereint im Gebet und übergeben alles Gott. Gott sei Dank gehen auch die schlimmen Dinge vorüber. Gott wird eine Antwort geben, eine positive Antwort