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Auferstehung braucht jede/r

von Sr. Simone Hachen SAC

 

Halleluja, aus dem Hebräischen kommend, heißt übersetzt "Lobpreiset Jahwe". Wir preisen Gott für die Auferstehung seines Sohnes. Er hat das Grab verlassen. Er lebt. Er ist auferstanden.

 

Auferstehung braucht jede/r. Sich wieder in Bewegung setzen und leben ist eine Aufforderung, die wir aus dem Ostergeschehen lernen können. Dem Toten in uns keinen Raum geben, das was tot ist, in seinem Licht zum Leben kommen lassen. Ostern ist nicht nur für die, die schon von uns gegangen sind. Nein, wir alle brauchen Auferstehung - jeden Tag neu.

 

Jeder Mensch kennt das; da gibt es so viele Stellen in uns, die leblos sind, die manchmal tot erscheinen, uns in einer Art Totenstarre festhalten und so am Leben hindern – an einem Leben in Fülle.

 

Wer kennt das nicht: da ist der eigene Neid, der dazu führt, dass ich mich nicht mehr so recht an dem freuen kann, was ich habe; da ist der Geiz, der dazu führt, dass ich nicht mehr weiß, wie viel Freude es macht miteinander zu teilen; da ist der schon lange gepflegte Zorn auf einen anderen Menschen, der dazu führt, dass es keine Chance gibt zu einem fröhlichen Miteinander…. Das sind nur einige Beispiele.

 

Und gerade für diese gelähmten Stellen in uns brauchen wir Ostern, das Fest der Auferstehung, des Lebens, der Lebendigkeit. Wir brauchen die Auferstehung aus der eigenen Totenstarre. Wir brauchen den klaren Blick durch das Kreuz auf den Auferstandenen, der uns lebendig machen will, der will, dass wir auf(er)stehen und in Bewegung kommen.

 

Gott will, dass wir Menschen lebendig sind. Um uns dieses Leben in Fülle zu schenken, hat Jesus die Last des Kreuzes getragen. Dieses Kreuz kann auch für uns der Weg zur eigenen Auferstehung sein – wenn wir es denn wirklich wollen. Es ist ein Wagnis, sich dem Weg des Kreuzes zu öffnen, um dann zu erfahren wie Auferstehung sein kann. Es bringt Konsequenzen mit sich, wenn wir das Wagnis eingehen, wenn ernst gemacht wird mit der Kreuzesnachfolge und der Auferstehung aus der Totenstarre. Keiner von denen, die es gewagt haben, werden uns sagen, dass es ein Leichtes ist, den Weg zu gehen, aber – und das können wir von vielen Heiligen lernen – es ist der Weg zu mehr Erfülltheit. Anstrengend: ja, beschwerlich: manchmal, erfüllter: auf jeden Fall.

 

Das Osterfest ist das Fest des Sieges über das was tot ist, was lähmt und unbeweglich macht. An uns ist es dabei mutig zu sein und das Wagnis einzugehen.

 

Weil es Ostern gibt, können wir einstimmen in den Lobpreis: "Befreit sind wir von Angst und Not, das Leben hat besiegt den Tod." Halleluja!!

 

 

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