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Maimonat – Marienmonat! Wer braucht denn schon Maria?

von Sr. Simone Hachen SAC

 

Der Mai beginnt und damit für die Katholiken der sogenannte Marienmonat. In diesem Monat wird in vielen katholischen Kirchen der Blick verstärkt auf Maria gelenkt. In Gottesdiensten werden Marienlieder gesungen und das Rosenkranzgebet wird mehr gepflegt.

Gerade Christen aus anderen Kirchen haben damit bei uns Katholiken Schwierigkeiten. Wieso wird so viel auf Maria geschaut, warum widmet man ihr so viel Aufmerksamkeit, warum singt man Marienlieder? Aber auch Katholiken haben mitunter Mühe mit der Marienverehrung (nicht Anbetung – die gilt nur Gott). Wozu Marienverehrung, wenn ich doch direkt mit dem „Chef“ reden kann (so die Frage einer Jugendlichen an mich)?

Ich muss zugeben, dass auch ich mich lange schwer getan habe mit der Marienverehrung. Und es macht mir bis heute immer noch Mühe manche Marienlieder mitzusingen, weil mich deren Texte nicht ansprechen oder sie in einer Sprache verfasst sind, die nicht meine ist. Ja, wozu Marienverehrung, wenn ich doch direkt mit dem „Chef“ reden kann?

Für mich ist Maria eine junge, mutige Frau gewesen, die sich ihrem Gott ganz überlassen hat, die trotz aller Schwierigkeiten, die durch die Schwangerschaft auf sie zukamen sich nicht abhalten lies, ihrem Gott zu glauben. Schwanger ohne verheiratet zu sein war ein Grund für eine Steinigung in der damaligen Zeit. Aber sie hat es gewagt ihrem Gott zu vertrauen. Da ist Maria für mich ein Vorbild. Sie ist eine Frau, an der ich mich orientieren kann, wenn es darum geht mutig den Weg zu gehen, den Gott von mir verlangt – auch und gerade dann, wenn es richtig schwierig wird, denn Gottes Wege sind nicht nur eben.

Darum mag ich den Maimonat, weil er mich an eine starke Frau erinnert, von der ich mir viel Mut und Kraft abgucken kann.

 

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